Dezember 2018

10. Dezember 2018

 

Wir machen unsere traditionelle "Franzosen-im-Baselbiet-Runde". Wenn die Besitzerin von Sissi in ihrer alten Heimat ist, dann spazieren wir eine Runde zusammen, wenn es sich einrichten lässt. Heute war es mal wieder so weit.

 

Allerdings haben sich die Vorzeichen seit dem letzten Mal doch verändert...


Tuba musste ich daheim lassen, seine Herzerkrankung macht ihm seit 2 Monaten schwerstens zu schaffen, er hat fast wöchentlich Ohnmachten... Wir müssen also die Spaziergänge mit ihm dosieren und eine 1 1/2 Stunden Runde würde er nicht mehr schafffen. So sind wir am Vormittag zu dritt eine knappe halbe Stunde im Wald gewesen und die beiden Damen dürfen nun am Nachmittag alleine mit.

 

Sissi ist zwar dabei, muss aber im Auto warten. Sie hat Mühe mit Laufen und hat für diese Woche einen Termin beim Spezialisten für Orthopädie/Neurologie. Also ziehen wir zu dritt los.


Wurzel hat erst das Gefühl, sie muss den kleinen Oli, Sissis Sohn, anblaffen. Nach einer klaren Ansage meinerseits, dass die Erziehung von Oli nicht in ihrem Zuständigskeitsgebiet liegt, gehts gut in der Dreier Kombi.

 

Eine Mutter ist immer im Dienst und ein wachsames Auge ist immer gut... ;-)

 

Candis findet Oli toll und er ist auch ein ausnehmend lieber Jungspund.

Sissi (Frizzi vom Schloss Judenau) und ihr Sohn Oli (ein Kind der Liebe), ein tolles Team!

War eine sehr schöne Runde, die schwarzen Wolken hielten ihre Tropfen bei sich und wir konnten trocken wieder zum Auto zurück laufen.

 

Sissi hat sich gefreut, als wir wieder ankamen und ich wurde daheim auch schon sehnsüchtig erwartet...

 

Man hat bei dem Blick gar kein schlechtes Gewissen, wenn man ohne Tuba aus dem Haus geht...

 

 

 

Danke für den Spaziergang Fränzi - bis rächt gli widr!

 

 

 

 

1. Dezember 2018

 

 

"Je mehr man schon weiß, desto mehr hat man noch zu lernen."

Im Abstand von ca. zwei Jahren besuche ich heute bereits das vierte Mal ein Seminar bei Eva Holderegger Walser und Doris Walder.

 

Das Thema Welpen/Hundeanalyse ist dermassen umfassend, dass es immer wieder Neues gibt.

 

Heute ist es zudem auch noch sehr familiär, denn ich bin in Begleitung von Amy-Lous Frauchen, sie ist beim VRK Zuchtwart in Ausbildung und hat das Seminar mitorganisiert. Und dann ist Arbataxa mit Frauchen dabei, Arbataxa ist eine Enkelin von Wurzel, somit sind heute zwei Kromis aus dem VRK Einkreuzprojekt mit dabei. Wie schön!

 

Während kleine unschuldige Candis-Kromis unter leuchtenden Kirschbäumen seelig schlafen, mache ich mich um 6.30 auf, Richtung Luzern....

Arbataxa meistert den Seminartag bravourös!

 

Sie hat null Stress mit den vielen Hunden im Raum, liegt zufrieden auf ihrer Decke und sie ahnt ja noch nicht mal, dass sie am Nachmittag dann auf dem Tisch stehend als Anschauungsmodell aktiv wird... ;-)

Auch Juli, die Freundin von Amy-Lou, hört sehr interesssiert zu.

 

Man will ja schliesslich auch was mitkriegen... ;-)

Das Wissen um Körperbau und Winkelungen und das daraus resultierende Handeln - wo hat der Hund seine Stärken und wo seine Schwachstellen, das ist immens wichtig.

 

Nur ein körperlich korrekt gebauter Hund kann Leistungen bringen in Sport und bei Arbeitseinsätzen.

Das findet Amy-Lou auch! ;-)

 

Seid fair zu den Hunden! mahnt Doris Walder. Sie können nur das leisten, was sie anhand ihres Körperbaus ausschöpfen können.

 

und - auch ganz wichtig - moderat ist gut. moderat ist richtig.

 

Alles Uebertriebene schadet in der Hundezucht.

Juli präsentiert sich auf dem Tisch auch völlig problemlos.

 

Sie hat null Stress und findet alles spannend.

Es folgen während dem Tag 2x Gruppenarbeiten, wo wir das Gesehene direkt überprüfen können, immer wieder unterstützt durch die beiden Seminar-leiterinnen.
Keine trockene Materie - Praxisarbeit!

Dann eine kurze Verschnaufsmittagspause

 

links Arbataxa, ihre Tante Amy-Lou und Amys Freundin Juli.

Am Nachmittag liegt das Augenmerk dann auf der Hinterhand.

Diese ist leicht einfacher zu beurteilen als die Vorhand, hat aber auch ihre Tücken...

und hier bei diesem härzigen Pudel ist alles zudem noch seeehr winzig... ;-)

Das vorher gehörte dann direkt am Hund sehen, fühlen und überprüfen, das ist Gold wert.

 

Auch Arbataxa wird nun auf den Tisch gestellt. Sie lässt alles in Ruhe über sich ergehen und Doris Walder kann ihre Tests und Analysen machen.

 

In der jüngsten Ausgabe des Schweizer Hundemagazins hat Eva Holderegger Walser einen Artikel zum Thema Inzucht-depression und dem Beispiel des VRK Einkreuzprojektes geschrie-ben, auch dieses Thema findet Erwähnung im Seminar.
Wir hören lobende Worte zu unserem Projekt und die Fortschritte punkto Körperbau und Wesen. Das freut natürlich sehr.

 

Wie immer nach einem Seminar bei Eva und Doris fährt man sehr zufrieden, müde und inspiriert nach Hause.

 

Dank dem sehr ausführlichen Skript kann man daheim nochmal alles Revue passieren lassen und nachlesen.

 

Ich kann dieses Seminar nur immer und immer wieder ans Herz legen.

 

Es lohnt sich für alle, die mit dem Thema Hund zu tun haben.